Arbeitsschutz während SARS-CoV2

#1
Hallo zusammen,

aktuell gehen ja viel Aufklärung und viele Empfehlungen durch die Medien, wie wir uns während COVID19 verhalten sollen. An vielen Stellen wird auch explizit vor der Gefährdung von Risikogruppen gewarnt. Wenn man sich dann mal durchs Netz klickt oder jemanden fragt, gibts scheinbar gerade irgendwie hauptsächlich Antworten zu ü 50/60, was ich gerade etwas einseitig beleuchtet finde.

Vorallem an die jenigen, die noch relativ jung sind und im Arbeitsleben stehen - mich würde interessieren, ob bei Euch ein spezieller Arbeitsschutz gerade umgesetzt wird (z.B. direkt ins Homeoffice geschickt o.ä).
Arbeite im Gesundheitswesen und habe das Gefühl, dass es kaum jemanden interessiert, dass ich zur Risikogruppe gehöre...

Gibts vielleicht jemanden, der in ähnlicher Situation ist?

Viele liebe Grüße und eine möglichst friedliche Zeit Euch allen
Linchen
LinchenT
LQTS mit S-ICD

Re: Arbeitsschutz während SARS-CoV2

#2
Hallo Linchen,

Ich bin/war auch sehr verunsichert und habe schon letzte Woche bei der Verwaltung und Schwerbehindertenvertretung nachgefragt. Zu diesem.Zeitpunkt hatten sie auch noch keine Ahnung was sie mit Leuten aus der Risikogruppe machen sollen.
Dann kam ziemlich schnell die Wende. Bei uns sind alle gefährdeten Personen seit Montag daheim und versuchen nach Möglichkeit von dort aus zu arbeiten.

Ich habe einen Laptop von der Arbeit bekommen und kann daher nun aus dem Homeoffice arbeiten. Das wird sicher eine Umstellung aber mein Arbeitgeber schickt demnächst eh alle die nicht Systemrelevant sind nach Hause.

Wir müssen als Schwerbehinderte denke ich selbst aktiv werden. Unsere Erkrankung und die daraus resultierende Gefährdung ist ja nicht immer einsehbar.

LG

Löwenzahn

Re: Arbeitsschutz während SARS-CoV2

#4
Wobei die Schutzmaßnahmen schon echt lustige Blüten treiben. So traf sich mein Bruder gewöhnlich nach dem Mittag mit zwei Kollegen/innen im Park. Das dürfen sie nun zu Dritt nicht mehr. Also gehen die Drei nach dem Mittag einzeln in das Großraumbüro, wo sie dann mit 67 anderen Kollegen wieder zusammen sitzen.

Ansonsten nimmt er das aber auch sehr ernst und drängte die Familie, vorsichtig zu sein, als noch gar keiner so wirklich von der Sache sprach. Ich selbst bin auch froh, voriges Jahr die Rente durchgekriegt zu haben und problemlos bis auf Weiteres zu Hause bleiben zu können. Ich war heute auch nochmal beim Arzt und habe mir die ganze Runde meiner Tabletten verschreiben lassen. Nun reichen die knapp bis übers nächste Quartal rüber.

Re: Arbeitsschutz während SARS-CoV2

#6
Na das soll ja kommen. Also sowas Ähnliches. Es soll Rezepte für chronisch Kranke geben, mit denen sie mehrfach Tabletten holen können und nicht jedes Mal zum Arzt müssen. Das Problem beim Eindecken ist, wenn ein Patient mehrere Medikamente nehmen muß, die Wechselwirkungen haben können und/oder wenn sich dann nach nem Monat rausstellt, das Eine klappt doch nicht so ganz und muß umgestellt werden, dann wäre das doof, wenn der schon Tabletten für nen halbes Jahr zu Hause hat.