Re: Batterien

#21
@Paul
Macht man heute nicht mehr. Mein Arzt sagt, es hätte größere Risiken als Nutzen. Mich hat's gefreut....

LG
Majo



3 x TakoTsubo, 07.2014, 04.2015 und 02.2017
Biotronik ICD Implantation 03.2017
EF 35%

Re: Batterien

#22
Also keinen Defi-Testschock mehr? Echt? Das wäre erfreulich!
Habe meinen Medtronic nun seit 8 Jahren und 2 Monaten.....
nun wird allmählich die Batterie weniger. Nächstes Jahr dann
ein Neuer rein. Meiner hatte anfangs auch ganz schön zu tun......
Seit der Ablation ist Ruhe. Nun hoffe ich nur, dass meine Sonde
bis nächstes Jahr als MR tauglich frei gegeben wird, damit ich
auch einen MR tauglichen Defi bekomme........ und hoffentlich
auch einen flacheren......ich hab ja ein "Monster" drin....
Seit der Implantation nur mehr Probleme mit der Schulter
und den Muskeln.
Lg



Neuer Defi

#24
Guten Tag!

Frisch operiert, mein neuer Defi ist "drin". Am Dienstag 07.11. eingebaut, am 08.11.17 raus aus dem Krankenhaus.
Modellwechsel zum Medtronic Protecta XT -CRT-D - vorher St. Jude (das Modell welches zu plötzlichen Entladungen neigte).
OP bei örtlicher Betäubung (super angenehm).
Probeschock ist heute nicht mehr üblich.
Voraussichtliche Batterielaufzeit rund 8 Jahre.
Fazit: Keine Bange haben vor einem Austausch.
Wünsche Allen Forumsmitgliedern eine schockfreie Zeit.
Dirk

Re: Batterien

#25
Grundsätzlich ist Defiwechsel easy, hatte ich 2018. Örtliche Betäubung, wenig gemerkt. Wäre noch besser gewesen, wenn sich das Ganze nicht ewig hingezogen hätte, weil Chirurg schneidet auf und macht zu, Kardiologe darf aber nur das alte Teil ausbauen und das neue Teil rein. Kardiologe aber durch akuten Notfall fast eine Stunde abwesend!

Eigentlich hätte mein Teil noch viel länger halten sollen, kommt aber immer auf den „Verbrauch“ an. Ich hatte das Pech, das mein „Erster“ gleich nach Einbau zweimal geschockt und Runde drei schon eingeleitet war. Alles Folge von falscher Einstellung und hauptsächlich völlig falschen Medis. Wie dem auch sei, den Strom aus der Batterie kriegt er selbst bei Abbruch nicht wieder zurück und das drückt natürlich erheblich die Lebensdauer.
Während bei dem ersten Einbau noch ein -natürlich unangekündigter- Probeschock nach künstlich herbeigeführtem Kammerflimmern durchgeführt wurde (tolles Nahtoderlebnis), ist das zum Glück heute nicht mehr so!

Na ja, der „Aktuelle“ ist bei mir ohnehin der Letzte. Nach dem völlig unverhofften Tod meiner über alles geliebten Ehefrau im Januar musste ich natürlich u.a. auch die Patientenverfügung neu machen (hatten wir zuvor gegenseitig). Da ich keine weiteren Angehörigen habe, wurde die Patientenverfügung notariell ausgefertigt. Ich habe darin für den Fall der Fälle jegliche sinnlosen Wiederbelebungsmaßnahmen untersagt. Problem gab es allerdings bei der Frage Defi. Während unter den in der Verfügung definierten Umständen z.B. die Anwendung eines stationären Defis ausgeschlossen ist, hat meine darauf spezialisierte Anwältin mir eröffnet, dass mein in die Verfügung aufgenommener Wunsch, in einem derartigen Fall den implantierten Defi zu deaktivieren (sinnlose Schocks), rechtlich umstritten sei und als aktive Sterbehilfe gedeutet werden könnte. Meine Folgerung daraus, wenn das aktuelle Teil schlapp macht, gibt es keinen Ersatz mehr; das deaktive Teil müssen sie entfernen.

Re: Batterien

#26
Hallo Werner Bln,
das Deine Frau verstorben ist tut mir leid. Wegen Deiner Patientenverfügung: "Wiederbelebung - abschalten - umstritten - evtl. Sterbehilfe: schau doch mal auf der Seite der Herzstiftung nach. Dort gab es einen Beitrag / Fragestunde zu diesem Thema.
Viele Grüße

Re: Batterien

#27
Da stellt sich die Frage, was ist denn ein sinnloser Wiederbelebungsversuch bzw. wie sinnvoll ist die Formulierung? Wenn man wieder aufwacht, war der Wiederbelebungsversuch erfolgreich, also nicht sinnlos. Wenn man nicht wieder aufwacht, obwohl ein Wiederbelebungsversuch gemacht wurde, der also sinnlos war, kann man aber nicht mehr schimpfen »Aber in der Vorsorgevollmacht steht doch…«
Da wird sich so schnell keiner finden, der das auf sich nimmt und sagt »So, ich definiere das jetzt allgemeingültig, was sinnvoll ist und was nicht.«. Von daher bleiben diese Passagen wohl noch eine Weile strittig.

Re: Batterien

#28
2007, als mein Stiefvater (79) starb, war nach 8 Minuten der RTW da. Die Sanitäter mussten abwechslungsweise "pumpen". Bis der Notarzt nach weiteren 22 Minuten da war. "
Er hatte sich wegen Großbaustelle in der Siedlung verfahren". Stimmt die Beschilderung war für Auswärtige miserabel. So ist er 2 x 3 km im Kreis gefahren. Da nützt die "§Musik und Beleuchtung" auf dem Auto nicht viel. Wir haben Ihn ja schon immer wieder mal gehört.

Auf jeden Fall hat er dann nach 30 Minuten noch Adrenalin gespritzt, wobei einiges daneben ging....
Welche Folgen wären bei erfolgreicher Wiederbelebung nach 8 bzw. 30 Minuten gewesen????? Keine guten.

Bei meinem Schwager (62) "pumpte" (gegen 7:45 Uhr) der Notarzt nach ca. 500 m Abfahrt von der Wohnung. "Patient stabil - 2 Meter weiter gefahren - da wurde der Defi eingesetzt mit weiterem pumpen". Mit viel "Musik" in das entfernte "allseits beliebte" Krankenhaus. Im "Wunschkrankenhaus" waren alle 3 Kathetherplätze einschl. Intensiv belegt....... Gegen 10:00 ist er dann im Katheterraum des "beliebten" Krankenhauses" verstorben. In dem 2. Fall würde ich sagen, war die 1. und 2. Wiederbelebung sinnvoll- Im 1. Fall nach der Zeit nicht. Musste leider alles live miterleben.